Die Bläserklasse – ein Aufsehen erregendes Projekt

Als vor sechs Jahren, im Jahr 1998, das Gemeinschaftsprojekt „Bläserklasse“ zwischen der Grund- und Hauptschule Fichtenberg und dem Musikverein Fichtenberg ins Leben gerufen wurde, suchte es in Vereins- und pädagogischen Kreisen seinesgleichen.  Entsprechend groß war das Interesse in der Region. Dabei stand ein ganz einfaches Prinzip hinter der Sache: In einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft erhalten Schüler der vierten Grundschulklasse Gelegenheit außerhalb des Musikunterrichts ein Instrument zu erlernen. Das Engagement von Mark Pöthig, der die Blechbläser ausbildet, und Uwe Traub als Fachlehrer für die Klarinettenausbildung, wurde von dem damaligen Rektor der Schule, Helmut Stroh, nachhaltig unterstützt und gefördert.
 
Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf dem spielerischen Erlernen von Kinderliedern, Volksliedern und bekannten Melodien, die bei den kleinen Musikern Freude an der Musik und am Instrument wecken und erhalten soll. Von jedem Jahrgang beteiligen sich etwa 10 Schüler an dem Projekt. Fast die Hälfte eines Jahrgangs setzt anschließend seine Ausbildung in der Jugend des Musikvereins fort. Für den Musikverein ist die Bläserklasse damit zur wichtigsten Säule in der Nachwuchswerbung geworden. Die Zusammenarbeit zwischen Verein, Schule, der Schulleitung und den Lehrern war von Anfang an sehr positiv. Diese Harmonie findet ihre Bestätigung beim jährlichen Abschlusskonzert der Bläserklasse vor den Sommerferien. Bei diesergemeinsamen Veranstaltung wirken Bläserklasse, Rhythmuskurs und Grundschulchor zusammen. Die Idee für diesen musikalischen, wie auch für alle Beteiligten unterhaltsamen Höhepunkt zum Schuljahresabschluss stammt von Chorleiterin und Musiklehrerin Martina Langbein. blaeserklasse
 
Zwischenzeitlich sind die Musikeleven der ersten Bläserklassen in das große Ensemble des Musikvereins eingegliedert und integriert. Ihr Engagement geht auch innerhalb des Vereins weit über den musikalischen Einsatz hinaus. Mit großem Eifer organisieren sich die Jugendlichen in einem Jugendausschuss weitgehend selbst und erlernen dabei auch Sinn und Zweck eines ehrenamtlichen Engagements. Die Existenz des Vereins scheint damit auf lange Sicht gesichert – eine wirklich beneidenswerte Situation für den Musikverein in der heutigen Zeit.

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